eigentlich beobachte ich nur noch.
anscheinend habe ich mich mittlerweile als subjekt so weit zurückgenommen, dass mich selbst rückschläge, unter denen ich früher zusammengebrochen wäre, in völliger ruhe lassen. ich bin erkaltet. mein spiegelbild gibt mir keinen aufschluss darüber, ob ich mir bekannt bin oder nicht.
ich weiß nicht über mich bescheid.
vor einem monat noch glaubte ich, vor mir zu verzweifeln und vor meiner einsamkeit. es war die leidensreichste zeit meines lebens, und vielleicht hat der schmerz mich ausgebrannt. meine innere leere erschien mir so entsetzlich, erzeugte einen so ungeheuren leidensdruck, — dass ich nur ein ventil nach außen öffnen konnte; — schreien, wälzen, zerreißen, zerschlagen. nur mich selbst habe ich in ruhe gelassen. früher habe ich mir, wenn mein druck mir unerträglich war, ins rechte handgelenk bis zum versagen meiner kraft gebissen, bis dieser körperliche schmerz den seelischen ausstach, manchmal schlug ich mir noch bis vor ein paar wochen mit heftigen hieben gegen die schläfen, wenn es nicht mehr anders ging. ich habe in meiner wut schon so vieles zerstört. —
nun bin ich so leergesaugt, dass ich nicht einmal sagen könnte, was ich gut finde oder was schlecht. was ich liebe, was mir nicht lieb ist. ob ich überhaupt wirklich denke oder ob ich mir meine gedankengänge bloß einbilde...
an einen ordentlichen wutausbruch denke ich gerade wie an das gelobte land, denn dann würde ich immerhin einmal wieder etwas von mir spüren. —
doch mein gegenwärtiger zustand, ich möchte ihn fast schon gleichgültigkeit nennen, versagt mir alle empfindung, alle anteilnahme, alle leidenschaft, und vielleicht bringt er mich eines tages doch wieder zur verzweiflung.
so perpetuiere ich mich als dialektisches wesen.
anscheinend habe ich mich mittlerweile als subjekt so weit zurückgenommen, dass mich selbst rückschläge, unter denen ich früher zusammengebrochen wäre, in völliger ruhe lassen. ich bin erkaltet. mein spiegelbild gibt mir keinen aufschluss darüber, ob ich mir bekannt bin oder nicht.
ich weiß nicht über mich bescheid.
vor einem monat noch glaubte ich, vor mir zu verzweifeln und vor meiner einsamkeit. es war die leidensreichste zeit meines lebens, und vielleicht hat der schmerz mich ausgebrannt. meine innere leere erschien mir so entsetzlich, erzeugte einen so ungeheuren leidensdruck, — dass ich nur ein ventil nach außen öffnen konnte; — schreien, wälzen, zerreißen, zerschlagen. nur mich selbst habe ich in ruhe gelassen. früher habe ich mir, wenn mein druck mir unerträglich war, ins rechte handgelenk bis zum versagen meiner kraft gebissen, bis dieser körperliche schmerz den seelischen ausstach, manchmal schlug ich mir noch bis vor ein paar wochen mit heftigen hieben gegen die schläfen, wenn es nicht mehr anders ging. ich habe in meiner wut schon so vieles zerstört. —
nun bin ich so leergesaugt, dass ich nicht einmal sagen könnte, was ich gut finde oder was schlecht. was ich liebe, was mir nicht lieb ist. ob ich überhaupt wirklich denke oder ob ich mir meine gedankengänge bloß einbilde...
an einen ordentlichen wutausbruch denke ich gerade wie an das gelobte land, denn dann würde ich immerhin einmal wieder etwas von mir spüren. —
doch mein gegenwärtiger zustand, ich möchte ihn fast schon gleichgültigkeit nennen, versagt mir alle empfindung, alle anteilnahme, alle leidenschaft, und vielleicht bringt er mich eines tages doch wieder zur verzweiflung.
so perpetuiere ich mich als dialektisches wesen.
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